Thema

Nagelpilz

Sind Ihre Nägel brüchig oder verfärben sich? Nicht selten kann dahinter ein Nagelpilz stehen, der überall lauert. Er ist zwar nicht gefährlich, doch er sieht unschön aus. Woran erkennt man eine Pilzerkrankung der Nägel und wie kann man diese am wirkungsvollsten behandeln?

Onychomykose, wie man fachsprachlich einen Nagelpilz bezeichnet, äussert sich durch weisslich-gelblich bis bräunlich verfärbte Nägel, die brüchig werden. Die betroffenen Nägel können sich verdicken, ihre Form verändern und sogar weh tun. Unbehandelt breitet sich Onychomykose weiter aus und ist dabei ansteckend. Selten führt der unbehandelte Nagelpilz zu einer Onychodystrophie, so dass der komplette Nagel zerstört wird.

Eine Nagelpilzinfektion wird durch Dermatophyten verursacht. Das sind Hautpilze, aber auch Hefe- oder Schimmelpilze können für einen Pilzbefall verantwortlich sein. Dermatophyten ernähren sich vom Keratin und können nicht nur Haut und Nägel, sondern auch Haare befallen. Besonders leicht dringen die Erreger am freien vorderen oder seitlichen Nagelrand ein, wo der Nagel mit der Fingerkuppe verbunden ist. Von dort verbreiten sich die Pilze über die gesamte Nagelplatte aus und verändern die Struktur des Nagelmaterials. Das Nagelsubstanz Keratin löst sich langsam auf, wobei es sich luftgefüllte Hohlräume bilden.

Gefährdet sind vor allem Personen mit einem geschwächten Immunsystem. In warmen Innenräumen mit hoher Luftfeuchtigkeit wie Sauna, Schwimmbad oder Dusche ist das Ansteckungsrisiko besonders hoch: die Pilzsporen fühlen sich dort wohl und können lange überleben. Gemeinsam genutzten Handtücher, Badematten oder Nagelscheren im privaten Haushalt können ebenfalls ansteckend sein.

Wir haben für Sie die wichtigsten Tipps zur Vorbeugung und Behandlung von Nagelpilz gesammelt.

  • Spezielle Antipilz-Nagellacke, -Cremes oder -Stifte können helfen, falls weniger als 40 Prozent der Nägel betroffen sind. Meist reicht schon eine Selbstbehandlung aus. Wenden Sie diese Mittel so lange an, bis der Pilz sicher abgetötet ist.

  • Ist der Befall gross, reicht die lokale Nagelpilz-Therapie nicht aus und man muss zu einer Tablettentherapie greifen. In diesem Fall nimmt man antimykotisch wirksamen Tabletten ein, die von innen heraus wirken.

  • Laserbestrahlung ist eine neue Methode gegen Nagelpilz. Bei korrekter Durchführung gibt es keine Nebenwirkungen und in mehreren Sitzungen sind Pilze komplett abgetötet.

  • Achten Sie darauf, Ihre Socken bei mindestens 60°C zu waschen. Beschaffen Sie einen speziellen Spray für die Schuhe und bewahren Sie die Schuhe nach dem Einsprühen über Nacht in einem Plastiksack auf.

  • In öffentlichen Sportstätten oder Umkleidekabinen tragen Sie immer Badeschuhe, sonst ist das Risiko für eine Pilzansteckung zu hoch.

  • Achten Sie darauf, Ihre Füsse nach dem Duschen sorgfältig abzutrocken. Sie können dafür einen Föhn verwenden.

  • Nach dem Besuch einer öffentlichen Einrichtung behandeln Sie Ihre Füsse mit speziellen Desinfektionsmitteln, um einem Pilzbefall vorzubeugen.

  • Am besten tragen Sie luftdurchlässige Schuhe und möglichst selten geschlossene Schuhe. Achten Sie darauf, Ihre Schuhe nach jedem Tragen gut auszulüften und keine feuchten Schuhe anzuziehen.

  • Beachten Sie, dass eine Nagelpilz-Behandlung viel Geduld und Konsequenz benötigt. Da ein Nagel nur sehr langsam (bis zu 15 Monate) wächst und die erkrankte Nagelpartie komplett herauswachsen muss, kann die Behandlung bis zu einem Jahr und länger dauern.

Pilze lauern überall. Doch mit diesen Tipps können Sie den lästigen Plagegeistern zu Leibe rücken!

Fakten zum Thema

  1. Von einem Nagelpilz sind zwischen 3 und 12 von 100 Personen betroffen.
  2. Häufiger tritt der Nagelpilz bei Männern und älteren Menschen auf.
  3. Am häufigsten sind die Nägel der grossen Zehen betroffen und nur selten an den Händen.




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