Klein und gefährlich. Wie man sich gegen sie schützt

Zecken

Bei unseren Spaziergängen im Wald oder beim Spielen auf der Wiese sind wir leider nicht allein: mit den wärmeren Temperaturen sind die lästigen Blutsauger wieder da und äusserst aktiv. Was sind Zecken und wie kann man sich vor Zecken schützen?

Man erkennt sie auch auf der blossen Haut nur schwierig, sie sind winzig klein, doch mit Ihnen ist nicht zu spassen. Diese weltweit verbreiteten Parasiten, die sich vom Blut ernähren, sind eine echte Plage. Sie sind, mit Ausnahme von Mücken, weltweit die grössten Verbreiter von Krankheiten. Die Zecken können Viren übertragen, welche zur gefährlichen Meningoenzephalitis führen, und Bakterien, welche Borreliose verursachen.

Es gibt mehr als 900 unterschiedliche Zeckenarten weltweit. Zecken können 9 Jahre alt werden, sind auch im Winter ab 5°C aktiv und mehr als 50% davon sind infiziert. Zecken überleben im Wasser, auch in mehr als 1.500 Meter Höhe und sogar 24 Stunden lang bei -12 °C in einem Gefrierfach. Sie nehmen nach einer Blutmahlzeit circa das 100-Fache ihres Körpergewichtes zu. Zecken wissen dabei ganz genau, wie sie ihre Opfer am besten erreichen. Dann suchen sie sich gekonnt Stellen, wo man ihren Biss kaum spüren kann.

Kann man etwas machen, sodass es erst gar nicht zum Biss kommt? Es gibt eigentlich keinen sicheren Schutz vor Zecken. Doch einige Tipps lassen das Risiko stark verringern.

Hier finden Sie sechs davon.

  • Vermeiden Sie den Aufenthalt in hohem Gras oder Unterholz.

  • Tragen Sie lieber geschlossene Kleidung und eine Kopfbedeckung, wobei die Hosenbeine in die Socken gesteckt werden.

  • Trägt man helle Kleidung, ist es viel leichter, Zecken aufzuspüren und rechtzeitig zu entfernen bevor sie zubeissen.

  • Verwenden Sie zeckenabweisende Mittel alle 1 bis 3 Stunden. Das sind in der Regel Antizeckensprays oder -lotions auf Basis von Deet oder Citrodiol. Sie können auf der Haut oder Kleidung angebracht werden.

  • Suchen Sie nach jedem Spaziergang Ihren gesamten Körper und Ihre Kleidung ab. Das gilt besonders für Bereiche wie Hals, Kopf, Armen, Kniekehlen und Intimbereich.

  • Eine Impfung hilft zu verhindern, nach einem Zeckenstich an einer von Zecken übertragenen Krankheit zu erkranken.

  • Als zusätzliche Mittel gegen Zecken kann man Hausmittel wie Schwarzkümmelöl, Kokosöl und ätherische Öle verwenden.

  • Vergessen Sie nicht, dass Kinder eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit haben, von Zecken gestochen zu werden.

Mit diesen Tipps können Sie ungestört im Wald umherstreifen, auf einer Wiese liegen und die herrliche Natur geniessen.

Fakten zum Thema

  1. Zecken sind keine Insekten. Sie gehören biologisch gesehen zu den Spinnentieren. Erwachsene Zecken haben acht Beine, Insekten hingegen haben sechs.
  2. Zecken leben nicht nur im Wald, man findet sie auch auf Wiesen. Sie können überall lauern, vom Park bis zur Almwiese.
  3. Zecken lassen sich mit einer Pinzette, Zange oder Zeckenkarte entfernen. Entfernen Sie Zecken am besten, indem Sie sie gerade nach oben herausziehen.
  4. Zecken überleben in der Waschmaschine. Wasser macht den Tieren nichts aus. Sie sterben erst, wenn die Kleidung besonders heiss gewaschen wird oder im Trockner landet.




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