Thema der Woche

Wespenstiche

Was gibt es Schöneres als ein kleines Picknick an einem warmen Sommerabend? Doch Sommerzeit ist auch Wespenzeit: Wespen tummeln sich überall, wo es Essen gibt, und man kann jederzeit gestochen werden.

Wespen sind nicht ohne Grund aggressiv – sie kämpfen um ihr Überleben. Ab August suchen sie nach süssen Leckereien, um überwintern zu können, und kommen unserem Tisch nahe. Wir interpretieren das als Aggression und versuchen sie, von unserem Essen zu vertreiben. Die Wespen ihrerseits fühlen sich bedroht und stechen zu.

Ein Wespenstich ist zwar schmerzhaft, kann aber nur selten lebensbedrohlich werden. Zuerst spürt man einen stechenden Schmerz, dann folgt Rötung, Schwellung und Juckreiz an der Einstichstelle, die bis zu 4 Tagen anhalten können. Extrem unangenehm und sehr lästig ist ein Wespenstich im Mund, Lippe oder Zunge, da er einen heftigen Juckreiz verursacht.

Wurden Sie gestochen? Kein Grund für Panik. Diese Tipps sorgen für eine schnelle Abhilfe.

  • Drücken Sie schnellmöglichst das Wespengift aus der Wunde heraus. Am besten macht man das mithilfe eines Saugstempels, jedoch darf man keinesfalls das Gift mit dem Mund aussaugen, sonst verteilt es sich über die Schleimhäute.

  • Tupfen Sie die Stichstelle mit einem heissen nassen Waschlappen unter leichtem Druck. Das hilft, eine Schwellung zu verhindern.

  • Die speziellen Stichheiler erhizten die Stichstelle auf ca. 50 Grad Celsius, was die Eiweiss-Moleküle des Wespengiftes zerfallen lässt.

  • Benutzen Sie entzündungshemmende Cremes und Salben mit Antihistamin aus der Apotheke, welche die Schwellung lindern lassen.

  • Ein Kühlakku oder eine Kompresse aus dem Kühlschrank sowie ein kühlendes Gel aus der Apotheke schaffen schnelle Abhilfe.

  • Schneiden Sie eine Zwiebel halb und reiben die Stichstelle sanft ein. Das kühlt und wirkt entzündungshemmend.

  • Sie können die Einstichstelle auch mit einem kalten Essig- oder Tonerde-Umschlag behandeln. Solche Umschläge können nicht nur kühlen, sondern auch das Gift neutralisieren.

  • Lösen Sie Salz in warmem Wasser auf und tupfen Sie die Stichstelle mit einem Baumwolltuch auf.

  • Schneiden Sie eine Scheibe Zitrone ab und legen Sie diese auf die Einstichstelle. Das wirkt kühlend und desinfizierend.

  • Verreiben Sie Blätter vom Spitzwegerich zwischen den Händen und bringen Sie diese auf die Stichstelle auf.

  • Aloe Vera hilft, die Symptome abzuschwächen. Schneiden Sie ein frisches Aloe Vera-Blatt ab, entnehmen Sie das Gel aus dem Blatt und verreiben Sie es auf die Einstichstelle. Das wirkt entzündungshemmend und beruhigend.

  • Haben Sie gar keine Hilfsmittel zur Hand, kann auch Speichel gegen Schmerzen und Schwellung helfen. Für eine bessere Wirkung vermischen Sie diese mit Zucker.

  • Sind Sie unglücklicherweise im Mund, Lippe oder Zunge gestochen, lutschen Sie Eiswürfeln und machen Sie eiskalte Halsumschläge. Achten Sie bitte darauf, dass die Atemwege zuschwellen können. In manchen Fällen ist es ratsam, dringend einen Arzt aufzusuchen.

Mit diesen Tipps bleiben SIe ruhig und lassen lästige Wespenstich-Beschwerden rasch los!

Fakten zum Thema

  1. Sind Sie allergisch gegen Wespenstiche, sollten Sie immer ein Notfallset griffbereit haben.
  2. Wurde man bereits gestochen, sollte man in den ersten Minuten gut beobachtet werden. Eine Allergie auf Wespengift kann sich jederzeit entwickeln, auch wenn man früher keine Probleme damit hatte.
  3. Schlagen Sie nicht nach den Wespen und pusten Sie sie nicht an, da es Wespen noch aggressiver macht.