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Trockene Haut im Winter

Kälte, eisiger Wind, ständiger Temperaturwechsel und trockene Heizungsluft: der Winter ist die wohl anstrengendste Jahreszeit für unsere Haut. Die Haut wird trocken, es entstehen kleine Risse, was die Haut durchlässiger für Keime, Bakterien und Pilze macht und das Immunsystem mit Entzündungen reagieren lässt. Klar, dass die Haut im Winter eine besondere Pflege braucht, die das Austrocknen verhindert.

Unsere Haut besteht aus drei Schichten: die schützende Oberhaut, dann die Lederhaut, wo Hautdrüsen, Blutgefässe und Nerven verankert sind, und schliesslich die Unterhaut mit ihrem Fett- und Bindegewebe. Die Talgdrüsen in der Lederhaut produzieren Fett und schützen vor Feuchtigkeitsverlust. Mit dem Alter und in der Kälte produzieren sie weniger Fett und als Folge wird die Schutzschicht immer dünner und ist nicht mehr in der Lage, die Haut gut zu schützen. Das Wasser verdunstet von der Hautoberfläche schneller und die Haut trocknet aus, was zu kleinen Rissen führt. Die Kälte fördert das Zusammenziehen der Blutgefässe unter der Haut. So wird die Wärme im Inneren gespeichert, doch die Haut wird damit mit weniger Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und ihre Schutzfunktion sinkt.

Es gibt einfache Massnahmen, die für strahlend schöne und geschmeidige Haut im Winter sorgen. Hier finden Sie 8 Tipps.

  • Achten Sie auf die Zusammensetzung und darauf, dass Ihr Hautpflegeprodukt möglichst wenig Inhaltsstoffe hat. Farb- und Duftstoffe sowie Alkohol können Ihre Haut reizen. Mineralöle wie Paraffin machen die Haut auf Dauer trocken und spröde. Vitamin E, Panthenol, Pantothensäure und Allantoin haben eine rückfettende Wirkung.

  • Verwenden Sie Hautpflegeprodukte, die mehr Fett und weniger Feuchtigkeit enthalten. Dazu zählt man natürliche Öle (Jojoba-, Mandel- und Weizenkeimöl sowie Sheabutter), die verhindern, dass die Feuchtigkeit der Haut übermässig verdunstet.

  • Wählen Sie Produkte mit Harnstoff (Urea). Dieser Stoff ist ein guter Feuchtigkeitsspender, der in die Haut einzieht und das Austrocknen der Haut verhindern kann.

  • Haben Sie fettige oder zu Akne neigende Haut, bleiben Sie im Winter lieber bei Ihren gewohnten Hautpflegeprodukten, da neue Produkte die Bildung von Verstopfungen der Talgdrüsen fördern können.

  • Schützen Sie Ihre Hände, da diese nur wenige Talgdrüsen haben und besonders oft gewaschen werden. Im Winter brauchen Ihre Hände fetthaltige Cremes. Am besten lassen Sie die Creme über die ganze Nacht unter dünnen Handschuhen einwirken.

  • Zu viel Seife und heisses Wasser können den Hautschutzmantel schädigen. Besonders im Winter empfiehlt es sich, heisse Duschbäder zu meiden. Diese sollten nur warm und kurz sein.

  • Richtige Ernährung ist wichtig für die Haut. So kann Ihre Haut von innen gestärkt werden. Omega-3-Fettsäure und pflanzliche Fette aus Chia Samen, Hanf, Fisch, Avocados, Leinsamen sowie Karotinoide aus Karotten und Tomaten oder Polyphenole aus grünem Tee pflegen die Haut von innen.

  • Juckt Ihre Haut, kratzen Sie bitte nicht. Am besten verwenden Sie eine Repair-Creme mit Panthenol oder Olivenöl. In besonderen Fällen kann auch eine Hydrokortison-Pflege wirksam sein. Bei lang anhaltenden Beschwerden suchen Sie einen Arzt auf.

Mit diesen einfachen Pflegetipps sind Kälte, Wind und Heizungsluft keine Probleme für Ihre Haut mehr!

Fakten zum Thema

  1. Der Winter stresst unsere Haut und ihr Eigenschutz nimmt ab. Wegen der Heizung wird die Luft trockener und unsere Haut gibt mehr Feuchtigkeit über die Oberfläche ab, was trockene Haut verursacht.
  2. Die oberste Hautschicht hat ihren eigenen Schutzfilm aus Talg und Schweiss. Doch in der Kälte produziert unsere Haut weniger Talg, was diesen Schutzfilm dünner macht.
  3. Es ist besser, die Haut öfter mit kleineren Mengen an Creme zu pflegen, als sie mit einer grossen Menge zu überfordern. Sonst kann die Haut die Creme nicht optimal aufnehmen und es kommt oft zu Unreinheiten.




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