Thema der Woche

Stressabbau

Die aktuelle Virenkrise hat eine Ausnahmesituation in der ganzen Welt geschaffen. Manche von uns fühlen sich verunsichert, viele bekommen Angst oder Trennungsangst, da sie ihre Freunde nicht sehen können, viele fühlen sich isoliert oder wütend. Angstauslösende Zukunftsvorstellungen machen uns Sorgen.

“Unsere Welt ist über Nacht eine andere geworden. Ein kleines Virus legt die Weltwirtschaft lahm und alles gerät aus den Fugen. Daran können wir nur insoweit etwas ändern indem wir den Hygiene Empfehlungen folgen und daheim bleiben, soweit es uns möglich ist”, meint eine Bloggerin. Die aktuelle Situation in der Schweiz fordert uns stark und durch Stress werden Stresshormone ausgeschüttet, die unseren Körper auf Hochleistung schalten, wobei das Herz schneller schlägt und der Blutdruck steigt. Andauernder Stress ist jedoch schädlich für unseren Körper und zieht körperliche, emotionale und mentale Folgen nach sich.

Wenn Sie heute vor lauter Stress weder ein noch aus wissen, dann sind folgende Tipps für Sie.

  • Machen Sie sich bewusst, dass sich Stress heutzutage kaum vermeiden lässt. Und es wird noch schlimmer, wenn Sie sich über Dinge aufregen, die Sie nicht ändern können. Oft kommt es gar nicht so schlimm, wie man denkt.

  • Finden Sie Ihren persönlichen “Ausschaltknopf”, der Ihren Stresslevel senkt. Das können verschiedene Entspannungstechniken, Wellnessbäder, Atemtechniken, Massagen und vieles mehr sein

  • Greifen Sie keinesfalls zu schädlichen Genussmitteln wie Alkohol und Nikotin. Sie können die Situation noch verschlimmern und Stress vergrössern. Man bezahlt mit seiner Gesundheit dafür.

  • Realistische Erwartungen und vernünftiges Zeitmanagement können Stress reduzieren und helfen Ihnen, das Beste aus der Situation zu machen. Nutzen Sie Ihre freie Zeit während der Quarantäne zum Lesen, nutzen Sie Lernangebote im Internet oder schenken Sie mehr Zeit Ihrer Familie. Erledigen Sie Aufgeschobenes: nutzen Sie die Zeit für Dinge, die Sie sonst nicht schaffen.

  • Fastfood und ungesundes Essen bringen nichts als überschüssige Kilos mit sich. Ernähren Sie sich gesund, trinken SIe ausreichend Wasser. Frisches Obst und Gemüse helfen, Stress abzubauen.

  • Hamstern schafft zusätzlichen Stress. Kümmern Sie sich mehr um andere statt hamstern und helfen Sie Ihren Nachbarn.

  • Gehen Sie wenn möglich in die Natur, allein oder mit Ihrem Partner. Das wirkt ausgleichend und angstlösend.

  • Schlafen Sie ausreichend, am besten mindestens 8 Stunden pro Tag, und gehen Sie zu geregelten Zeiten ins Bett. So helfen Sie Ihrem Körper, sich zu regenerieren.

  • Lachen Sie laut und herzhaft, wenn auch ohne Grund. Denn dabei wird das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet.

Häusliche Quarantäne und soziale Abstandsregeln sind ein guter Beitrag für die Menschen, um sie herum zu schützen. Es gibt aber trotz der schwierigen, herausfordernden und beängstigenden Zeit immer wieder Dinge an denen man sich erfreuen kann. Bleiben Sie positiv… und bleiben Sie zu Hause!

Fakten zum Thema

  1. Unser Nervensystem setzt bei Stress zahlreiche Hormone wie Adrenalin und Cortisol frei. Damit wir schneller auf Gefahr reagieren können, erhöhen sich gleichzeitig Herzschlag, Blutdruck und Blutzuckerspiegel. Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten dies berücksichtigen.
  2. Männer und Frauen reagieren auf Stress auf verschiedene Weise: Männer aktiv, indem sie die stressenden Bedingungen zu verändern versuchen und Frauen passiv, indem sie eher zu Flucht neigen.