Thema der Woche

Säure-Basen-Haushalt

Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist für unsere Gesundheit von grosser Bedeutung: Bei ausbalanciertem pH-Wert arbeiten viele Enzyme am besten, Zellen und Organe funktionieren am besten und Nährstoffe werden am effektivsten zu Energie umgewandelt.

Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist ein optimales Verhältnis zwischen Säuren und Basen, das durch verschiedene Regulationsorgane und Puffersysteme gesichert wird. Unsere Puffersysteme gleichen Säuren aus, die im Metabolismus anfallen. Eine chronische Übersäuerung kann zu raschem Ermüden, Antriebsschwäche, Appetitlosigkeit sowie Hautproblemen und Muskel- und Gelenkbeschwerden auch ohne Belastung führen.

Ist der pH-Wert unseres Blutes im Bereich von 7.35-7.45, also leicht basisch, spricht man von einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. In der Regel wird unser Körper in der ersten Lebenshälfte noch gut mit den Säureüberschüssen fertig. Doch mit der Zeit können unsere Nieren Säure nicht mehr so gut ausscheiden. Säureüberschüsse entstehen einerseits als Abfallprodukt des Stoffwechsels und andererseits gelangen sie auch mit unserer Nahrung in unseren Körper. Basisch wirkende Stoffe können diese Säure neutralisieren. Gleichzeitig schleusen wir über die Nieren, die Lungen und über den Schweiss diese Säuren aus unserem Körper aus. Kommt unser Organismus nicht mit der Ausscheidung hinterher, werden die Säuren im Bindegewebe abgelagert.

Hier sind 7 Tipps, die Ihrem Säure-Basen-Haushalt gut tun.

  • Essen Sie mehr basische Lebensmittel. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung wirkt Störungen im Säure-Basen-Haushalt entgegen. Kräuter, Gemüse und Obst wirken basenbildend und bringen Ihren Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht.

  • Essen Sie säurebildende Produkte nur in Massen. Dazu zählt man tierische Produkte wie Käse, Wurst, Fisch und Fleisch sowie pflanzliche Produkte wie Getreide und Hülsenfrüchte. Am besten stellen diese Produkte nur 20-30 Prozent Ihrer Mahlzeiten.

  • Vermeiden Sie Alkohol, Zucker und Weissmehl. Alkohol blockiert die Säureausscheidung durch Leber und Niere, Zucker erhöht den Blutzuckerspiegel und unterdrückt die Säureausscheidung, Weissmehl wirkt sauer.

  • Unterstützen Sie Ihre Leber. Sie sorgt dafür, dass Säuren und Basen im richtigen Verhältnis gemischt werden und schleust Überschüssiges zur Ausscheidung. Artischocke, Grapefruits; Wildkräuter und andere Produkte mit Bitterstoffen unterstützen Ihre Leber bei dieser Arbeit.

  • Atmen Sie intensiv, das fördert den Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes. Unsere Lunge ist an Säure-Ausscheidung stark beteiligt. Wir atmen tagtäglich grosse Mengen an Säuren in Form von Kohlendioxid aus.

  • Schwitzen Sie. Unsere Haut ist ebenfalls am Säure-Basen-Stoffwechsel beteiligt, da unser Körper überschüssige Säuren über den Schweiss loswird.

  • Bauen Sie Stress ab, da bei chronischer Stressbelastung der normale Stoffwechsel beeinträchtigt wird. Auch die Atmung wird flacher und der Stoffaustausch von Kohlendioxid und Sauerstoff wird weniger effektiv.

Diese kleinen, einfachen Schritte helfen Ihnen, der Übersäuerung zu entfliehen!

Fakten zum Thema

  1. Der pH-Wert der Nahrung kann im Prozess der Verstoffwechslung andere Eigenschaften bekommen. Zum Beispiel sind Zitrusfrüchte sauer, aber werden basisch verstoffwechselt. Milcheiweiss ist basisch, doch wird sauer verstoffwechselt.
  2. Einige Diäten und Fastenkuren tragen zur Übersäuerung bei, da beim Fettabbau Ketosäuren entstehen.
  3. pH-Teststreifen für Urin bestimmen nur den Säurewert des Urins, der im Laufe des Tages sehr stark variieren kann. Den Säure-Basen-Haushalt des Körpers kann nur ein Labortest bestimmen.