Thema der Woche

Kollagen

Es sorgt für straffe Haut und gesundes Haar, ist durchaus wichtig für druckfeste Gelenke, zugfeste Sehnen, gesunde Knochen und Zähne. Es ist für die intakte Darmschleimhaut unentbehrlich und beträgt rund ein Drittel der gesamten Proteinmenge unseres Körpers. Es handelt sich um Kollagen – das wichtigste und das am häufigsten vorkommende Strukturprotein des Menschen.

Kollagen ist mit einem Gerüst vergleichbar, das verschiedene Stoffe und Strukturen in unserem Körper stabilisiert. Es formt Fasern im Bereich zwischen den einzelnen Zellen und gibt unserem Gewebe seine mechanischen Eigenschaften. Kollagen ist für Elastizität und Festigkeit der Haut, Bändern, Sehnen, Knochen, Blutgefässen, des Knorpels und der Skelettmuskulatur verantwortlich.

In unserem Körper gibt es 28 Arten von Kollagen. Am häufigsten kommen drei davon vor. Kollagen Typ I baut Haut, Sehnen, Knochen, Dentin, Faszien, Gefässe und die inneren Organe auf. Kollagen Typ II stellt 50 % der Proteine in Knorpeln dar und befindet sich auch im Glaskörper des Auges. Kollagen Typ III kommt in den Blutgefässen, in der Haut, im Darms und in der Gebärmutter vor.

Nicht nur das zunehmende Lebensalter führt zum Abbau von Kollagen. Verschiedene chronische Erkrankungen, Rauchen, starke Sonneneinstrahlung, Stress tragen auch dazu bei, das Kollagendepot anzugreifen. Mangelt es einem an Kollagen, können zentrale organische Funktionen nicht mehr ordnungsgemäss ausgeführt werden. Das führt zu Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen, Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Neigung zu Ekzemen, erhöhte Verletzungsanfälligkeit der Sehnen und Bänder sowie zu verschiedenen Stoffwechsel-Verlangsamungen.

Hier sind wirksame Tipps, dem Kollagenmangel vorzubeugen.

  • Nehmen Sie Kollagen über Ihre Ernährung auf. Zu proteinreichen Lebensmitteln, die viel Kollagen enthalten, gehören faserreiche Teilstücke vom Fleisch, Eier, Hühner-, Lachs- und Schweinehaut sowie Knochenbrühe vom Rind, Huhn und Fisch.

  • Da Kollagen vor allem in der Haut, den Knochen und Gelenken von Tieren steckt, können Veganer und Vegetarier es nicht über die Nahrung aufnehmen. Essen Sie vegan, greifen Sie zu pflanzlichen Lebensmitteln, die Ihre körpereigene Kollagenproduktion unterstützen. Das sind vor allem Vitamin C reiche Lebensmittel: Fruchtpulver (wie Hagebuttenpulver, Acerola Pulver und andere Superfood Pulver), Zitrusfrüchte, rote Paprika und Tomaten sowie frischer Spinat.

  • Wichtige Aminosäuren für Kollagenbildung sind enthalten in Erdnüssen, Sonnenblumenkernen, Sesam-, Mohn- und Hanfsamen sowie Hefeflocken. Auch Sanddorn und Sanddornsaft, Brennessel- und Brennesselsamen helfen bei der Kollagenbildung.

  • Achten Sie auf Inhaltsstoffe, wenn Sie sich eine Nahrungsergänzung mit Kollagen kaufen möchten. “Kollagenpeptide“ oder „Kollagenhydrolysat” werden von unserem Körper gut aufgenommen, da in solchen Kollagenformen die langen Aminosäureketten in kleine Bruchstücke (Peptide) aufgespalten wurden. Und Peptide können schneller zu ihrem Wirkort in unserem Körper gelangen.

  • Frauen in den Wechseljahren leiden wegen eines niedriges Östrogen-Spiegels unter einem Mangel an Kollagen und sollten auf eine ausreichende Kollagen-Zufuhr achten.

  • Achten Sie auch darauf, dass Kollagen als Protein in seltenen Fällen eine Allergie auslösen kann. Bei Huhn-, Rind- oder Schweinkollagenen ist das Risiko einer Allergie geringer, da sie ähnlicher dem menschlichen Kollagen sind, als zum Beispiel Fisch- oder Quallenkollagene. Doch bei Kollagenhydrolysaten sind Peptide so klein, dass sie kaum mehr ein allergisches Potenzial besitzen.

Mit diesen Tipps können Sie von den Wohltaten von Kollagen gerne profitieren!

Fakten zum Thema

  1. Kollagen macht bis zu 80 Prozent unserer Haut aus und trägt dazu bei, die Haut straff aussehen zu lassen.
  2. Schon ab dem 20. Lebensjahr kann sich die körpereigene Kollagenproduktion verlangsamen und nimmt jedes Jahr um ca. 1.5 Prozent ab.
  3. Sportler mit starker Belastung brauchen besonders viel Kollagen, um die Regeneration des Bewegungsapparates zu beschleunigen.
  4. Kollagen Typ I kann Herz- und Gefässkrankheiten vorbeugen, da es die Gefässe elastisch hält.
  5. Kollagen hilft, Schlafqualität zu verbessern, da es viel Glycin liefert.