Thema

Heuschnupfen

Pollen fliegen ‒ Nasen laufen: Frühling ist für viele Menschen die ungemütliche Zeit der Allergie, die schon mit den Frühblühern wie der Birke beginnt. Hauptsaison für Pollenallergien ist von April bis August, doch bei klarem und warmem Wetter, wie es in diesem Jahr der Fall ist, beginnen Allergieleiden viel früher.

Saisonaler allergischer Schnupfen wird auch Pollinosis genannt. Unsere Abwehrkräfte sind nicht immer perfekt: sie können gelegentlich nicht zwischen schädlichen und unschädlichen Substanzen unterscheiden und es kömmt in dem Fall zu einer Sensibilisierung, wenn unser Immunsystem sich plötzlich gegen harmlose Stoffe in Pollen wehrt. Nach einem wiederholten Kontakt kommt es zu allergischen Beschwerden.

Bei einer Überempfindlichkeit gegen Pollen wird eine Immunreaktion ausgelöst, wenn die Pollen auf die Schleimhäute der Augen und der Nase des Betroffenen geraten. Die Augen jucken und erröten, die Nasenschleimhäute schwellen an, es kratzt im Hals, der Kopf schmerzt, der Schlaf wird gestört, und das ist längst noch nicht alles. Es kann auch zum Husten kommen, der sich mit der Zeit zum allergischen Asthma entwickelt. Ein Blut- und Hauttest beim Arzt kann schnell Auskunft geben, welcher Übeltäter allergische Reaktionen auslöst.

Der Arzt kann auch die richtige Immuntherapie verschreiben, die Asthma vorbeugen und die Beschwerden erleichtern kann. Doch es gibt auch einfache Massnahmen, die jedem Pollenallergiker gut tun. Hier sind 9 davon:

  • Benutzen Sie eine Nasendusche, die mit warmem Salzwasser die schädlichen Pollen herausspült.

  • Tragen Sie im Freien eine Staubmaske, die Ihre Nase vor fliegenden Pollen schützt. Eine Sonnenbrille trägt auch dazu bei, die Pollen von den Augenschleimhäuten abzuhalten.

  • Bringen Sie Pollenschutz (spezielle Pollenflugfolien) zu Hause an Ihren Fenstern an.

  • Im Auto können Sie einen Pollenfilter für die Lüftung benutzen.

  • Lüften Sie Ihre Wohnung richtig. Auf dem Land lüftet man in der Pollensaison am besten zwischen 18 und 24 Uhr abends, in der Stadt zwischen 6 und 8 Uhr morgens. Schliessen Sie die Fenster immer vor dem Schlaf.

  • Saugen Sie Teppiche und Polstermöbel so oft wie möglich und benutzen Sie am besten einen Staubsauger mit Pollenfilter.

  • Da in unserem Haar viele Pollen landen und in der Nacht auf das Kopfkissen geraten, empfiehlt es sich, abends die Haare auszuspülen oder zu waschen.

  • Waschen Sie auch Ihre Bettwäsche häufiger als sonst.

  • Um keine zusätzliche Pollen einzufangen, hängen Sie Ihre Wäsche in der Pollensaison nicht draussen, sondern drinnen zum Trocknen auf.

Mit diesen einfachen Tipps können Sie die lässige Pollensaison viel gemütlicher überleben!

Fakten zum Thema

  1. Bei einer Allergie kann schon die fünftausendstel Menge eines Teelöffels ausreichen, um eine entsprechende Reaktion auszulösen. Im Gegensatz zu Intoleranzen werden Allergien im Laufe des Lebens eher schlimmer und können in Einzelfällen sogar tödlich enden.
  2. Allergiker leiden nachts besonders stark und können sich nicht richtig ausschlafen, da sie durch die Nase nicht atmen können.
  3. Pollenallergiker entwickeln oft Kreuzallergien auf Lebensmittel wie Nüsse, Bananen, Tomaten und Gurken, doch das gekochte Obst und Gemüse wird meist vertragen. Das liegt daran, dass allergieauslösenden Eiweisse durch Erhitzen zerstört werden.




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