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Coenzym Q10

Obwohl vor allem in der Kosmetikindustrie bekannt, beeinflusst es die Energieproduktion in jeder einzelnen unserer 70 Billionen Körperzellen, sorgt für die Zellgesundheit und optimiert unser Immunsystem: der einzigartige Allrounder Coenzym Q10.

Rund 90% der gesamten Körperenergie, die wir zum Funktionieren unseres Körpers brauchen, wird in den besonderen Kraftwerken, Mitochondrien, gebildet. In nur einer Zelle stecken ca. 500 dieser Mitochondrien, die eine vitaminähnliche Substanz Coenzym Q10 als Zündfunke brauchen, um die Reaktionskette der Energiegewinnung zu starten. Wir brauchen bedeutend mehr Energie, wenn wir viel Sport machen oder unter Stress leiden, auch bei Diabetes und Herzschwäche: die Belastung der Radikalen steigt an und unser Körper muss dafür sorgen, dass sie kompensiert wird. Coenzym Q10 ermöglicht hier eine bessere Energieproduktion. Das ist auch für unser Gehirn durchaus wichtig: je besser diese Abläufe funktionieren, desto besser sind Gehirnzellen mit Energie versorgt. Als Folge steigt auch das Konzentrationsvermögen.

Obwohl unser Körper Q10 selbst bilden kann, nimmt seine körpereigene Produktion schon ab dem 20. Lebensjahr kontinuierlich ab. Da diese Substanz in unserem Körper mehrere Schlüsselrollen spielt und unsere Zellen vor oxidativen Schäden abschirmt, können die Folgen eines Q10-Mangels ganz verschieden sein: von Antriebslosigkeit, chronischer Müdigkeit, Vergesslichkeit, Demenz über Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Insulinresistenz, Kopfschmerzen, Migräne bis zu Entzündungen der Venen und Arterien, Herzschwäche und frühzeitiger Hautalterung. Eine ungesunde Lebensweise, die Einnahme bestimmter Medikamente, Rauchen sowie Leistungssport und Stress verstärken diese lästigen Folgen.

Hier finden Sie einige wirksame Tipps, die einem Q10-Mangel gezielt entgegenzuwirken helfen.

  • Besonders viel Coenzym Q10 ist in einigen Lebensmitteln zu finden, wie Rindfleisch, Geflügel, Leber, Eier, Fisch, in Hülsenfrüchte, Nüsse (besonders Mandeln) sowie in einigen pflanzlichen Ölen und in grünem Gemüse. Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung ist daher durchaus wichtig.

  • Für eine ausreichende Coenzym Q10-Produktion braucht unser Körper die Aminosäuren Phenylalanin und Tyrosin.

  • Bestimmte Medikamente wie cholesterinsenkende Statine hemmen die körpereigene Herstellung von Coenzym Q10. In diesem Fall ist die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels mit Coenzym Q10 sinnvoll.

  • Achten Sie auf die Bioverfügbarkeit der Nahrungsergänzungsmittel mit Coenzym Q10. Manche davon werden nur maximal zu etwa 5 bis 8 % vom Darm aufgenommen. Besser wird Q10 vom Körper resorbiert, wenn es durch eine wasserlösliche, natürliche Hülle mit Cyclodextrinen (Kohlenhydraten aus Pflanzenstärke) verpackt ist.

  • Wählen Sie Q10-Nahrungsergänzungsmittel mit natürlichem Ursprung. Im Gegenteil zu einer synthetischen Herstellung hat das natürlich durch Fermentation hergestellte Coenzym Q10 viele Vorteile. Seine trans-Form entspricht exakt dem körpereigenen Q10, wobei synthetische Form zu 50% die körperfremde cis-Form von Q10 enthält.

  • Nutzen Sie Synergieeffekte. Synergistischer Effekt bedeutet, dass verschiedene Substanzen sich gegenseitig ergänzen und ein besseres Ergebnis erzielen. Schliesslich kommen die Substanzen in der Natur nie isoliert vor. Wenn Sie ein Nahrungsergänzungsmittel mit Q10 wählen, achten Sie auf einen sinnvollen Verbund von Substanzen.

Diese Tipps helfen Ihnen, auf eine ausreichende Zufuhr von Coenzym Q10 zu achten und immer aktiv und voller Energie zu sein!

Fakten zum Thema

  1. Es gibt zwei biochemische Formen von Coenzym Q10 in unserem Körper: Ubiquinon (eine oxidierte Form) und Ubiquinol (eine reduzierte Form), wobei beide Formen wichtig für die Energieproduktion sind.
  2. Meistenteils wird Coenzym Q10 in unserer Leber gebildet, doch kann daneben auch in allen Organen und Geweben unseres Körpers produziert werden.
  3. Coenzym Q10 ist chemisch verwandt mit den Vitaminen K und E.
  4. “Ubi” in der Bezeichnung “Ubiquinon” bedeutet, dass es Q10 als den selbst produzierten Stoff überall im Körper gibt.




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