Kokosöl

Das natürlichste Öl gegen Viren und Bakterien

Kokosöl gilt als ein äusserst hochwertiges Lebensmittel, das in jeden Ernährungsplan hervorragend passt und die Gesundheit fördert. Ist es wirklich ein Wunderöl für alle Fälle und wie können Sie dieses Pflanzenöl anwenden?

Kokosöl ist eines der natürlichsten Öle, das aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen wird und unglaublich zart im Geschmack ist. Die reife Kokosnuss beinhaltet ungefähr 35 Prozent Öl, das zu über 90 Prozent aus gesättigten Fettsäuren besteht. Über 50 Prozent davon sind mittelkettige Fettsäuren, die dem Kokosöl seine besonderen Eigenschaften verleihen – dies sind gesättigte Fettsäuren mit einer bestimmten Kettenlänge, die sehr leicht verdaulich sind. Dazu noch sind sie wasserlöslich und können ohne Gallensäuren verdaut werden. Das ist wichtig, da die viele Menschen Probleme mit der Bildung von Gallensäuren haben. Mittelkettige Fettsäuren gelangen über die Blutbahn in die Leber, werden dort zur Energiegewinnung genutzt und in zweiter Linie in die Fettdepots eingelagert. Dadurch trägt das Kokosöl weniger als andere Fette zur Gewichtszunahme bei und ist dadurch bekannt, dass es beim Abnehmen helfen kann.

Und das ist noch nicht alles. Die mittelkettigen Fettsäuren wirken gegen Viren, Bakterien und Pilze, und das sowohl bei innerlicher als auch bei äusserlichen Anwendung. Die mittelkettige Laurinsäure wehrt sogar speziell behüllte Viren wie Herpes- und Grippeviren ab. Sie ist daran beteiligt, die Lipidhülle der Viren aufzulösen und dadurch zur Inaktivierung des Virus beizutragen. Kokosöl kann innerlich zur Bekämpfung von Darmpilzinfektionen und äusserlich gegen Pilzinfektionen der Haut oder Schleimhäute erfolgreich angewendet werden. Für nützliche Darmbakterien sind die Fettsäuren von Kokosöl dagegen unschädlich. Es kann auch die Risikofaktoren für Herzerkrankungen minimieren.

Kokosöl ist wirklich vielseitig einsetzbar. Wie können Sie von diesem Allrounder profitieren? Hier sind die besten Tipps.

  • Kokosöl schmeckt hervorragend als Butterersatz. Seine cremige Konsistenz ist für einen Brotaufstrich wie geschaffen, und es liefert viele Vitamine und Mineralstoffe. Beachten Sie, dass Kokosöl auch viele Kalorien enthält.

  • Kokosöl ist eines der besten Öle zum Braten, Backen, Dünsten oder auch Frittieren. Es ist hitzestabil, bildet daher beim Braten durch seine einzigartige Zusammensetzung der Fettsäuren keine schädlichen Stoffe und passt besonders gut zu Fleisch- und Fischgerichten sowie Currys.

  • Bei Erkältungen und Halsschmerzen kann Tee mit Kokosöl eine schnelle Linderung verschaffen, da es Viren und Bakterien tötet.

  • Ein Peeling mit Kokosöl verleiht Ihrer Haut eine angenehme Textur und hat einen wunderbaren Duft. Mischen Sie dafür drei Teelöffel Kokosöl mit zwei Teelöffel gemahlenem Kaffee und einem Teelöffel Kokosblütenzucker.

  • Kokosöl schützt Ihre Lippen und eignet sich bestens für Lippenpflege. Ein Lippenpeeling aus einem halben Teelöffel Kokosöl mit einem halben Teelöffel Kaffeepulver und etwas Honig sorgt für zarte Lippen.

  • Verwöhnen Sie Ihre Haare mit einer nährstoffreichen Kokosöl-Haarkur. Verteilen Sie Kokosöl in das frisch gewaschene feuchte Haar, massieren Sie es in die Kopfhaut ein und spülen Sie es nach 45 Minuten gründlich aus. Das hilft, Haarausfall vorzubeugen, spendet Feuchtigkeit und ist besonders gut für trockene, spröde Haare.

  • Sie können Kokosöl auch als ein natürliches, unschädliches Deodorant nutzen. Es hat eine antibakterielle und desinfizierende Wirkung und trägt dazu bei, geruchsbildende Bakterien im Achselbereich abzutöten.

  • Kokosöl eignet sich perfekt zum Abschminken. Nehmen Sie einen Teelöffel Öl und verteilen Sie es über Ihr Gesicht. Kokosöl passt auch gut für die zarte Haut der Augenpartien. Danach wird das Öl mit einem Wattepad aus Baumwolle sanft entfernt.

  • Kokosöl hilft bei Pilzerkrankungen der Haut und der Schleimhäute. Es eignet sich zur Intimpflege bei Scheidenpilz und kann als Gleitgel verwendet werden, wobei es für die Bekämpfung von unangenehm juckenden Mikroben und Pilze sorgt.

Mit diesen Kokos-Tipps geniessen Sie nicht nur das zarte Kokosaroma, sondern sorgen auch für mehr Gesundheit in Ihrem Alltag!

Fakten zum Thema

  1. Für die Völker der Südsee gehört Kokosöl zu einem Grundnahrungsmittel und sie leiden kaum unter Diabetes, erhöhten Cholesterinwerten, Herzinfarkten oder Schlaganfällen.
  2. Kokosöl und Kokosfett ist dasselbe. Da der Schmelzpunkt von Kokosöl bei etwa 24 Grad liegt, ist es je nach Temperatur fest oder flüssig.




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