Thema

Blasen

Bei Hitze schwellen die Füsse an und äusserst unangenehme Blasen lassen nicht lange auf sich warten. Schlecht passende Schuhe können das Problem noch verstärken. Was kann man dagegen tun?

Egal ob an der Ferse, am Ballen oder an den Zehen – die lästigen Blasen sind immer unangenehm und sogar schmerzhaft. Sie entstehen in der Regel durch feucht-warmes Schuhklima und Reibung unter Druck. Eine Blase ist ein Hohlraum unter einer der Hautschichten, die mit Flüssigkeit gefüllt ist. Hier gilt: je tiefer eine Blase in der Hautschicht liegt, desto schmerzhafter ist sie und desto länger wird sie benötigen um zu fheilen.

Warum schmerzt eine Blase? Durch die Reibung verschiebt sich die obere Hautschicht gegen die tiefere. Die beiden lösen sich voneinander, und es entsteht ein Hohlraum, der sich mit Gewebsflüssigkeit füllt. Diese Flüssigkeit drückt auf die darunter liegenden Nervenenden und die Blase beginnt zu schmerzen.

Wie kann man den lästigen Blasen vorbeugen oder die schon bestehenden Blasen behandeln? Wir haben für Sie einige Tipps gesammelt.

  • Achten Sie auf passende Schuhe. Es wird empfohlen, die Schuhe am Nachmittag zu kaufen, da die Füsse über den Tag anschwellen können.

  • Achten Sie darauf, dass die Socken in Ihren Schuhen keine Falten werfen. Sonst kommt es durch die Reibung schnell zu Blasen.

  • Reiben Sie die neuen Schuhe mit einem Hirschtalgstift, Babypuder oder Vaseline ein, um die Reibung zu senken.

  • Es gibt Stellen, wo besonders leicht Blasen entstehen. Das ist ganz individuell. Sie können solche Stellen im Voraus mit einem Pflaster abkleben, um Blasen vorzubeugen.

  • Individuell angepasste Einlegesohlen können bei Fussproblemen die Beschwerden lindern.

  • Stechen Sie die Blasen nie auf, sonst gibt es Risiko für eine Entzündung. Gerade die intakte Haut über die Blase ist der beste Schutz vor Infektionen.

  • Kleben Sie ein spezielles Blasenpflaster mit Hydrokolloid-Technologie auf die Blase. Dieses Pflaster nimmt Wundsekret auf, wenn die Blase aufplatzt. Und bitte schneiden Sie nie die Haut über die Blase ab! Die Blase wird schmerzempfindlicher und kann sich leicht entzünden.

  • Entfernen Sie das Pflaster vor dem Schlafengehen, damit die Wunde besser trocknen kann.

  • Als Hausmittel eignet sich ein 15-Minuten-Fussbad mit 2 Esslöffel Bittersalz. Bittersalz enthält das schmerzlindernde, die Entzündung abschwellende Magnesium. Es lässt daneben die Flüssigkeit in der Blase schneller austrocknen. Doch hören Sie sofort auf, wenn die Blase aufplatzt!

  • Verwenden Sie Aloe-Vera-Gel, um den Heilungsprozess zu beschleunigen sowie Schwellungen und Rötungen zu lindern. Das Gel reduziert auch das Risiko für eine Infektion. Sie können dazu das Aloe-Vera-Gel dreimal täglich auf die Blase geben und es trocknen lassen.

  • Diabetiker sollten besonders vorsichtig mit Blasen sein. Unbehandelte Blasenwunden können bei ihnen schnell zu Komplikationen führen.

  • Suchen Sie einen Arzt auf, wenn sich die Flüssigkeit in der Blase trübt oder verfärbt. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Blase sich entzündet hat.

Diese Tipps helfen Ihnen, Reibungen zu vermeiden und Blasen an den Füssen vorzubeugen oder zu heilen.

Fakten zum Thema

  1. Blasen an den Füssen treten am häufigsten bei Wanderern und Sportlern auf.
  2. Bei warmem Wetter ist die Gefahr der Blasenbildung besonders hoch.
  3. Es empfiehlt sich, für den Notfall stets ein Blasenpflaster in der Tasche zu haben.




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