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Mandelentzündung

Wenn unser Schutzwall gegen Erreger krank ist

Mandeln sind ein wichtiger Schutzwall gegen Erreger, die viele Erkrankungen verursachen können. Eine Mandelentzündung ist ganz schön schmerzhaft und gesundheitsschädlich. Was hilft dagegen?

Gaumenmandeln sind die länglichen runden Vorwölbungen, die rechts und links im hinteren Teil der Mundhöhle, hinter dem Zäpfchen sitzen. Sie sind ein Teil unseres Immunsystems und haben die wichtige Aufgabe, den Eingang zur Luft- und Speiseröhre zu bewachen. Eine ganze Armee aus Immunzellen tastet hier neugierig alles Fremde ab und ist trainiert, sich zu verteidigen. Dringen zum Beispiel Bakterien oder Viren über den Mund in unseren Körper ein, fangen die Mandeln sie ab.

Die Mandeln bestehen aus einem Schwamm-ähnlichen weichen Gewebe, welches viele Ausbuchtungen hat. In diesen Ausbuchtungen bleiben Bakterien und Viren hängen, wodurch sich das Gewebe hier öfter entzündet. Bekannte Erreger werden von den weissen Blutkörperchen vernichtet, die unbekannten gelangen in den Körper, um dort von anderen Teilen des Immunsystems vernichtet zu werden. Eine Mandelentzündung nennt man Tonsillitis oder Angina tonsillaris. Sind die Gaumenmandeln entzündet, werden sie selbst zum Krankheitsherd und können ihre Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen. Sie sind geschwollen, stark gerötet und oft mit einem gelblichem Belag überzogen, was in der Regel Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Fieber verursacht. Meist wird eine Mandelentzündung durch Rhino-, Corona- oder Adenoviren verursacht. Auch Bakterien wie Streptokokken können schuldig sein, wobei weiss-gelbliche Pünktchen oder Belag auf den Mandeln landen. In den ersten Tagen ist die Ansteckungsgefahr über Tröpfeninfektion hoch.

Eine eitrige Mandelentzündung soll unbedingt von einem Arzt behandelt werden, da gefährliche Folgeerkrankungen drohen. Zusätzlich zur Antibiotika-Therapie oder zur ärztlichen Behandlung von einer durch Viren ausgelösten Mandelentzündung kann man jedoch auch selber etwas tun.

Diese Tipps gelten als gute begleitende Massnahmen bei Mandelentzündung.

  • Stärken Sie Ihre Abwehr mit Vitamin C, Zink und pflanzlichen Antioxidantien, die in Obst und Gemüse reichlich vorhanden sind.

  • Kalte oder warme feuchte Halswickel werden aus dem feuchten Innentuch, Zwischentuch und einem fixierenden Aussentuch gemacht. Sie entscheiden selber, ob sie es kühl oder warm mögen. Ein warmer Halswickel fördert die Durchblutung, wirkt krampflösend und schmerzlindernd. Ein kalter Halswickel bremst Entzündungsprozesse, wirkt abschwellend und lindert Schmerzen.

  • Sie können einen halben Teelöffel Kochsalz in einer Tasse lauwarmem (vorher abgekochtem) Wasser auflösen und damit gurgeln. Das hilft, Bakterien und Viren abzutöten und die Schleimhäute zu befeuchten. Es gibt auch spezielle desinfizierende Gurgellösungen. Gut sind auch pflanzliche Kombinationen mit Salbei, Pfefferminze, Eukalyptus oder Kamille.

  • Verwenden Sie einen Halsspray mit schmerzstillenden, desinfizierenden und entzündungshemmenden Wirkstoffen oder Propolis als Rachenspray. Das kann die Beschwerden lindern.

  • Achten Sie darauf, viel zu trinken. Kalte Getränke vermindern die Durchblutung, warme Getränke wirken wohltuend bei gereiztem Hals und fördern den Heilungsprozess. Vermeiden Sie säurehaltige Säfte, da sie die Halsschleimhäute zusätzlich reizen.

  • Schmerzlindernde Lutschtabletten oder Lutschpastillen sind auch gut gegen Schluckbeschwerden. Die darin enthaltenen Wirkstoffe lindern Schmerzen, fördern die Heilung und bilden einen befeuchtenden Schutzfilm auf den Schleimhäuten.

  • Eine Inhalation wirkt wohltuend, da sie die gereizten Schleimhäute befeuchtet. Sie kann Schleim aus den oberen Atemwegen lösen und lokale Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum hemmen. Dazu können Sie verschiedene Zusätze wie Salz, Kamillenblüten oder ätherische Öle verwenden.

  • Essen Sie weiche Kost und weniger gewürzte Speisen.

  • Trinken Sie Honigmilch in kleinen Schlucken vor dem Schlafengehen. Erwärmen Sie ein Glas Milch und lösen darin einen Teelöffel Honig auf.

  • Verzichten Sie auf Rauchen, da es die Beschwerden verschlimmert.

  • Ernähren Sie sich ausgewogen, schlafen Sie ausreichend und integrieren Sie eine regelmässige Bewegung in Ihren Alltag. Das alles hilft, Ihr Immunsystem zu stärken und einer akuten Mandelentzündung in vielen Fällen vorzubeugen.

Diese einfachen Massnahmen helfen, lästige Schmerzen zu lindern und eine Mandelentzündung besser zu bekämpfen.

Fakten zum Thema

  1. Wer seine Mandeln vor dem siebten Lebensjahr entfernt bekommt, hat laut Statistik ein höheres Risiko, übergewichtig zu werden.
  2. Menschen mit Psoriasis bekommen häufig nach Mandelentfernung auch Linderung von Schuppenflechte-Beschwerden. Vermutlich liegt die Ursache darin, dass Bakterien sich dauerhaft in den Mandeln verstecken können und von dort das Immunsystem "ärgern", welches bei Psoriasis jedenfalls überalarmiert ist.
  3. Mundgeruch kann von Mandeln stammen, die in sich kleine weisse Steinchen verstecken, welche furchtbar riechen.




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